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Qualifizierung2020-07-13T14:12:30+00:00

Qualifizierungs­angebote

Grundverständnis

In unserer Qualifizierungsarbeit ist uns wichtig, dass

… wir sehr nah an der Praxis arbeiten, die sich aus dem professionellen Auftrag der Teilnehmenden ableitet.

…. heterogene Lebenserfahrungen und gesellschaftliche Positionierung beim Sprechen im Lernraum und in den einzelnen
Lernprozessen eine Rolle spielen.

… wir keine Fragen beantworten, die niemand gestellt hat, also den Teilnehmenden Raum geben, eigene Fragen zu entwickeln.

… wir offen sind für das, wo uns die gemeinsame Arbeit hinführt, also kein festes Programm mitbringen, sondern unsere
Kompetenzen für die Lernprozesse der Teilnehmenden zur Verfügung stellen.

Mehr Informationen zum Thema Qualifizierung im Feld Empowerment finden Sie hier: Empowerment qualifizieren?!

Für Qualifizierungen im Feld Arbeitsmarkt siehe auch die klever-iq-Broschüre „Qualifizierungsangebote für Mitarbeitende von Jobcentern und Agenturen für Arbeit in Baden-Württemberg“

Für Qualifizierungen im Feld Pädagogik siehe auch „4.6 Qualifizierung und Wissensmanagement als Motor der Schulentwicklung“; in: Praxisbuch Diskriminierungskritische Schule, S. 223 ff 

Aktuelle Angebote

Hier finden Sie unsere Fort- und Weiterbildungsangebote, für die zurzeit Ausschreibungen laufen.

Weiterbildungen und mehrmodulige Fortbildungen

Wir haben im Rahmen unserer Projektarbeit innovative berufsbegleitende Weiterbildungsangebote für verschiedene Zielgruppen entwickelt. Sie qualifizieren zur diskriminierungskritischen Reflexion und Weiterentwicklung der eigenen Praxis.

Gerne stellen wir Ihnen unsere Erfahrungen zur Verfügung oder entwickeln bei und mit Ihnen vor Ort diese Angebote weiter.

Anti­diskriminierungs­beratung

Die Weiterbildung qualifiziert in sechs Modulen à zwei Tagen die Mitarbeiter_innen der Beratungsstellen gegen Diskriminierung. Sie wird in Kooperation mit der LAG Antidiskriminierungsberatung und dem Antidiskriminierungsverband Deutschland (advd) seit 2015 in Baden-Württemberg jährlich angeboten.

Download Ausschreibung

Empowerment

Die horizontal angelegte Weiterbildung qualifiziert Teilnehmende mit eigenen Diskriminierungserfahrungen (Rassismus, Ableismus/Behinderten-Feindlichkeit und/oder Hetero-/Cissexismus/LSBTTIQ-Feindlichkeit) selbständig empowernde Mikroprojekte, Workshops oder Aktionen zu konzipieren und durchzuführen. Sie wurde im Umfang von fünf Modulen mit insgesamt 12 Seminartagen im Rahmen des Projektes Empowerment – quer gedacht im Jahr 2018 durchgeführt.

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Die Weiterbildung qualifiziert Menschen mit eigenen antimuslimischen Rassismuserfahrungen selbständig empowernde Mikroprojekte, Workshops oder Aktionen mit Jugendlichen und (jungen) Erwachsenen zu konzipieren und durchzuführen. Sie wird aktuell im Rahmen des Projektes „Nicht mehr die Meckermotzmaschiene sein…“ 2019/2020 mit vier Modulen à zwei Tagen durchgeführt.

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Die Weiterbildung qualifiziert Menschen mit eigenen Rassismuserfahrungen selbständig empowernde Mikroprojekte, Workshops oder Aktionen mit Jugendlichen und (jungen) Erwachsenen zu konzipieren und durchzuführen. Sie wurde im Rahmen des Bundesmodellprojektes „Antidiskriminierungsarbeit online“ 2018/2019 mit fünf Modulen à zwei Tagen durchgeführt.

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Die Weiterbildung qualifiziert zur Durchführung der Ansätze und Methoden des EXIT-Programms mit Abschlusszertifikat von adis e.V. und NIKUT. Die Weiterbildung findet mit drei Modulen mit insgesamt sieben Fortbildungs- und Reflexionstagen im Rahmen des Projektes Amplifying Voices in Reutlingen 2020/2021 statt.

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Pädagogik
Die mehrmodulige Fortbildung qualifiziert pädagogische Fachkräfte und Kunstschaffende für einen empowermentorientierten professionellen Umgang mit Diskriminierungserfahrungen von Jugendlichen. Sie wurde im Umfang von drei Modulen à zwei Tagen im Rahmen des Projektes Empowerment – quer gedacht 2018/19 durchgeführt.

Mehr erfahren im PDF Fortbildung „Now we are talking“

Die Weiterbildung für Mitarbeiter_innen aus Jugendhilfe, Jugendarbeit und Schule wurde im Kontext des Netzwerk Rassismuskritische Migrationspädagogik mit verschiedenen Verbänden entwickelt. Sie umfasst sechs Module à zwei Tage und wurde von 2006 bis 2016 achtmal durchgeführt.

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Die Weiterbildungsreihe des Netzwerk Rassismuskritische Migrationspädagogik fand 2013/2014 statt und richtete sich an Netzwerkmitglieder. In vier dreitägigen Modulen wurden jeweils ein bis zwei Kapitel der Publikation „Migrationspädagogik“ (Paul Mecheril u.a.) über Reflexion von Praxissituationen aus der Praxis der Teilnehmenden bearbeitet. Beteiligt waren alle Autor_innen dieses Standardwerkes.

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Die Fortbildungsreihe mit zwei Modulen à drei Tagen will Mitarbeitende aus Jugendmigrationsdiensten und der Jugendsozialarbeit qualifizieren, Jugendliche mit Diskriminierungserfahrungen in der Beratung wie in Gruppenangeboten professionell zu unterstützen. Sie wurde im Rahmen des Projektes „Empowerment – quer gedacht!“ (in Kooperation mit der BAG EJSA) im Jahr 2019 durchgeführt.

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Diese rassismuskritische Train-The-Trainer-Weiterbildung qualifiziert zur Durchführung von Workshops und Fortbildungen wie zur Begleitung von institutionellen Beratungsprozessen in pädagogischen Handlungsfeldern. Sie wurde mit verschiedenen Kooperationspartner_innen (PJW Baden-Württemberg, Hochschule Rhein-Main Wiesbaden und HAW Hamburg) von 2007 bis 2018 fünfmal durchgeführt.

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Arbeitsmarkt

Das Coaching- und Seminarangebot des Projekt klever-iq startet im Juli 2020 und richtet sich an Interkulturelle Botschafter_innen, die gemeinsam mit einem kleinen Team dabei unterstützt werden, in ihrer Institution Veränderungsprozesse im Rahmen der diskriminierungskritischen/
Interkulturellen Öffnung zu entwickeln und umzusetzen.

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Die Train-The-Trainer -Weiterbildung qualifiziert für die Durchführung von Fortbildungen für Arbeitsmarktakteure mit dem inhaltlichen Fokus auf Migration, Antidiskriminierung, Interkulturalität und Diversity. Sie umfasst sieben Module mit insgesamt 11 Tagen und wurde in den Jahren 2016/17 im Rahmen des Projektes klever-iq durchgeführt.

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Die Weiterbildung ist eine Qualifikationsreihe für Migrationsbeauftragte von Jobcentern und Agenturen für Arbeit im Projekt klever-iq. Sie umfasst fünf Module à zwei Tage und wurde nach sechs Durchgängen letztmalig im Jahr 2019 durchgeführt.

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Fortbildung

Mit unseren Fortbildungsangeboten unterstützen wir Teilnehmende bei der Entwicklung einer professionellen Kompetenz für ein diskriminierungskritisches Arbeiten im jeweiligen Handlungsfeld.

Wir haben keine Module von der Stange, sondern entwickeln je nach Ausgangslage und Zielen für jede Fortbildung ein spezifisches Angebot.

Das Spektrum der Angebote reicht von kürzeren Informationsveranstaltung oder Reflexionsworkshops bis hin zu mehrtägigen Fortbildungen. Wir sind allerdings davon überzeugt, dass nachhaltige Lernprozesse auch entsprechende Zeit brauchen.

Wir arbeiten im Bereich Fortbildung mit Fachkräften aus

… Bildungseinrichtungen wie (Hoch-)Schulen, Kitas und Träger*innen politischer Bildung
… der Sozialen Arbeit mit Schwerpunkt auf Jugendsozialarbeit
… der (Jugend-)Kulturarbeit
… der haupt- und ehrenamtlichen Arbeit mit Geflüchteten
… der Behindertenhilfe
… Institutionen der Arbeitsmarktintegration wie Jobcentern und Agenturen für Arbeit
… Institutionen der (kommunalen) Verwaltung
… Kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)
… Verbänden und Netzwerken
… dem Bereich Empowerment
… zivilgesellschaftlichen Gruppen und Initiativen

Folgende Beispiele sollen unser bisheriges Themenspektrum aufzeigen.
Gerne entwickeln wir mit Ihnen vor Ort diese Angebote weiter.
Antidiskriminierungsberatung
Das Grundlagenmodul ist als Fortbildung für Berater_innen verschiedener Einrichtungen konzipiert. Ziel ist, sich Kompetenzen für eine Erst- und Verweisberatung im Zusammenhang mit Diskriminierungsfällen anzueignen, die im eigenen Beratungsfeld auftauchen, dort aber nicht ausführlich beraten/begleitet werden können.

Themen: Was ist Diskriminierung? Was bedeutet Antidiskriminierungsberatung? Wie sieht ein rechtliches Verständnis von Diskriminierung aus (inklusive AGG-Grundlagen), wie sieht ein beraterisches Verständnis aus? Welche Rolle spielen die eigenen Erfahrungen mit dem Thema, und die eigene Verwicklung und der Umgang mit bestehenden Machtverhältnissen? Was brauche ich für eine kompetente Erst- oder Verweisberatung?

Aufbauend auf unseren eigenen Praxiserfahrungen wird in dem Workshop die Frage bearbeitet, wie Diskriminierung in der Kommune zum Thema gemacht wird. Dabei sind unterschiedliche Schwerpunktsetzungen möglich, z.B.:

–  Verankerung des Themas Antidiskriminierung in der Kommune
–  kommunale Rahmenbedingungen für Antidiskriminierungsberatung
–  Netzwerkarbeit im Bereich Antidiskriminierung
–  Lokale Empowerment- und Qualifizierungsangebote

Empowerment
Wir bieten Empowerment Workshops an für Menschen mit Erfahrung von Rassismus, Ableismus, Cis-Heteronormativität und Klassismus.

Wir sind viele – jede_r einzelne von uns! Und uns verbindet die Erfahrung von Diskriminierung. Deswegen bieten wir auch horizontale Empowermentworkshops an für Menschen mit intersektionalen und/oder unterschiedlichen Erfahrungen von Diskriminierungen.

Empowerment ist für uns ein Prozess. Je nach Bedürfnis, Erfahrung, Forderung oder Kontext kann dieser Prozess für jede_n Menschen und jede Gruppe unterschiedliche Inhalte haben.

Expressive Arts in Transition (EXIT) als Ansatz hat den Fokus auf die Stabilisierung von Menschen, die unter Stress leben und/oder Traumata überlebt haben. Im zweitägigen Online-Workshop werden verschiedene Elemente aus dem EXIT-Programm (z.B. Körperübungen, künstlerische Elemente, Psychoedukation, Selbstfürsorge) erprobt und theoretisch unterfüttert. Gleichzeitig gibt es Raum, zu überlegen, wie diese Ansätze konzeptionell in die eigene Alltagspraxis übertragen werden können, insbesondere für die Weiterentwicklung von Empowerment- oder Stärkungsangeboten.
Fast immer sind Menschen in Gruppen oder Teams divers und unterschiedlich positioniert. Wir bieten Workshops oder Reflektionsräume an, in denen es um diese Unterschiedlichkeit geht. Je nach Gruppe und Prozess können Themen sein: Raum zur Reflektion schaffen, Zuhören, Haltung entwickeln, Umgang in konkreten Sprechsituationen oder Konflikten, konkrete Allianzen und Bündnispartner_schaften und vieles mehr.
Pädagogik
Diskriminierung ist eine alltägliche Erfahrung für viele Jugendliche. Gleichzeitig gibt es kaum Räume, in denen sie das Erlebte zur Sprache bringen können. In dem Workshop berichten wir über unsere Projekterfahrungen zum pädagogischen Umgang mit Diskriminierungserfahrungen. Wir zeigen nicht nur was wir tun und warum wir es tun, sondern auch woran wir gescheitert sind – Fragen und Hürden, die sich bei der pädagogischen Bearbeitung von Diskriminierung ergeben.

In der ehrenamtlichen Arbeit mit Geflüchteten begegnen sich Welten. Was oft gerade den Reiz an dieser Arbeit ausmacht, kann immer wieder auch belastend sein – für beide Seiten. Ist eine Begegnung auf Augenhöhe möglich, wenn die Lebenssituation kaum unterschiedlicher sein kann? Wenn die eine Seite Hilfe anbieten kann und die andere Seite darauf angewiesen ist? Können unsere Angebote oder Ratschläge auch abgelehnt werden?

In dem Workshop wollen wir den Raum öffnen, die eigene Position in der Begegnung, sowie die eigenen Bilder über „die Anderen“ zu reflektieren. Damit wollen wir zum einen einen Beitrag leisten, Enttäuschungen und Überlastungen vorzubeugen. Zum anderen soll der Workshop auch helfen, uns gegenseitig zu stärken und unsere Arbeit nach außen zu vertreten. Denn wie sich die Stimmung gegenüber Geflüchteten in der Stadt entwickeln wird, wird auch davon abhängen, wie die, die nahe mit den Geflüchteten im Kontakt sind, ihre Erfahrungen weitergeben. Wir haben dazu ein kurzes Erklärvideo erarbeitet, das in dem Workshop eingesetzt wird (www.rassismuskritik-bw.de/erklaervideo).

Arbeitsmarkt
Frauen, die ein Kopftuch tragen, erleben große Barrieren beim Zugang auf dem Arbeitsmarkt. Anhand dieses Themas kann exemplarisch aufgezeigt werden, wie Diskriminierung wirksam wird, ohne dass jemand bewusst ausgrenzen will. Wir haben zu diesem Thema kurze Videos produziert, mit denen wir in Fortbildungen arbeiten. Dort kommen sowohl betroffene Frauen zu Wort als auch Personalverantwortliche und Arbeitsvermittler_innen.
Ein möglicher Fokus der Veranstaltung kann auch sein, wie eine angemessene fachliche Begleitung der Frauen aussehen kann.

Leichte Sprache wird immer wichtiger für Institutionen der öffentlichen Verwaltung, für Bildungseinrichtungen aber auch in der Sozialen Arbeit. Leichte und verständliche Texte und Beratung ermöglichen ein Mehr an Verständigung, Teilhabe und Chancengerechtigkeit. Das Fortbildungsangebot hilft, den eigenen Sprachgebrauch zu reflektieren und unterstützt mit einfachen Regeln und kleinen Übungen den Transfer in die Praxis.

Die Betriebs- und Personalrät_innen sind in den Betrieben und Verwaltungen zentrale Akteur_innen mit wichtigen Funktionen bei relevanten Personalangelegenheiten, sowohl in der Personalauswahl, als auch im betrieblichen Alltag. Antidiskriminierungsthemen sind somit zentrale Themen der Personal- und Betriebsratsarbeit. Die betriebliche Antidiskriminierungsarbeit erfordert spezielles Know-how über die Funktion, Formen und Wirkung von Diskriminierung, über die rechtlichen Möglichkeiten für den betrieblichen und gewerkschaftlichen Diskriminierungsschutz bis hin zu der inner- und außerbetrieblichen Beratung von Menschen die von Diskriminierung betroffen sind. Das Seminar unterstützt Personal- und Betriebsrät_innen, sowie Ansprechpersonen und Beauftragte für Antidiskriminierung in den Betrieben und Verwaltungen bei der Umsetzung von betrieblicher Antidiskriminierungsarbeit.

Weitere Informationen im PDF Bildungsprogramm 2020

Das Training unterstützt die Mitarbeiter_innen aus den Bereichen Beratung und Vermittlung ihre Handlungsmöglichkeiten zu erweitern und ihre Rolle in der migrationsbezogenen Beratung zu reflektieren. Die Teilnehmer_innen erarbeiten praxisnahe Strategien und erweitern ihre diversitätsbewusste Beratungskompetenz. Die Themen sind u.a.: Migration, Mehrfachzugehörigkeit, Diskriminierung und Leichte Sprache. Ausgehend von konkreten Praxisbeispielen aus dem Arbeitsalltag werden die Themen mit einer Mischung von theoretischen Inputs, Fallbeispielen und Übungen erarbeitet.
Dieses Training wird als zweitägiges Modul angeboten und ist Teil der BA-eigenen Weiterbildung „In Führung gehen“, die mehrmals pro Jahr für Teamleiter_innen der Rechtskreise SGB II und SGB III stattfindet.

Angeregt durch Übungen, Möglichkeiten der Reflektion von Haltung und Rolle als Führungskraft und theoretischen Inputs erarbeiten die Teilnehmer_innen praxisnahe Ansätze und Strategien für Leitungshandeln unter Diversitätsaspekten wie z.B. Migration/Ethnizität. Inhalte sind u.a. Umgang mit den Themen Kultur, Mehrfachzugehörigkeit, Migration, Diskriminierung; Eigene Rolle und Vorbild als Führungskraft; Herausforderungen der Interkultureller Öffnung und Leichte Sprache.

Weitere Angebote zu arbeitsmarktbezogenen Fortbildungen finden Sie auch in der klever-iq-Broschüre „Qualifizierungsangebote für Mitarbeitende von Jobcentern und Agenturen für Arbeit in Baden-Württemberg“

Fortbildung

Mit unseren Fortbildungsangeboten unterstützen wir Teilnehmende bei der Entwicklung einer professionellen Kompetenz für ein diskriminierungskritisches Arbeiten im jeweiligen Handlungsfeld.

Wir haben keine Module von der Stange, sondern entwickeln je nach Ausgangslage und Zielen für jede Fortbildung ein spezifisches Angebot.

Das Spektrum der Angebote reicht von kürzeren Informationsveranstaltung oder Reflexionsworkshops bis hin zu mehrtägigen Fortbildungen. Wir sind allerdings davon überzeugt, dass nachhaltige Lernprozesse auch entsprechende Zeit brauchen.

Wir arbeiten im Bereich Fortbildung mit Fachkräften aus

… Bildungseinrichtungen wie (Hoch-)Schulen, Kitas und Träger*innen politischer Bildung
… der Sozialen Arbeit mit Schwerpunkt auf Jugendsozialarbeit
… der (Jugend-)Kulturarbeit
… der haupt- und ehrenamtlichen Arbeit mit Geflüchteten
… der Behindertenhilfe
… Institutionen der Arbeitsmarktintegration wie Jobcentern und Agenturen für Arbeit
… Institutionen der (kommunalen) Verwaltung
… Kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)
… Verbänden und Netzwerken
… dem Bereich Empowerment
… zivilgesellschaftlichen Gruppen und Initiativen

Folgende Beispiele sollen unser bisheriges Themenspektrum aufzeigen.
Gerne entwickeln wir mit Ihnen vor Ort diese Angebote weiter.
Antidiskriminierungs­beratung

Das Grundlagenmodul ist als Fortbildung für Berater_innen verschiedener Einrichtungen konzipiert. Ziel ist, sich Kompetenzen für eine Erst- und Verweisberatung im Zusammenhang mit Diskriminierungsfällen anzueignen, die im eigenen Beratungsfeld auftauchen, dort aber nicht ausführlich beraten/begleitet werden können.

Themen: Was ist Diskriminierung? Was bedeutet Antidiskriminierungsberatung? Wie sieht ein rechtliches Verständnis von Diskriminierung aus (inklusive AGG-Grundlagen), wie sieht ein beraterisches Verständnis aus? Welche Rolle spielen die eigenen Erfahrungen mit dem Thema, und die eigene Verwicklung und der Umgang mit bestehenden Machtverhältnissen? Was brauche ich für eine kompetente Erst- oder Verweisberatung?

Aufbauend auf unseren eigenen Praxiserfahrungen wird in dem Workshop die Frage bearbeitet, wie Diskriminierung in der Kommune zum Thema gemacht wird. Dabei sind unterschiedliche Schwerpunktsetzungen möglich, z.B.:

–  Verankerung des Themas Antidiskriminierung in der Kommune
–  kommunale Rahmenbedingungen für Antidiskriminierungsberatung
–  Netzwerkarbeit im Bereich Antidiskriminierung
–  Lokale Empowerment- und Qualifizierungsangebote

Empowerment
Wir bieten Empowerment Workshops an für Menschen mit Erfahrung von Rassismus, Ableismus, Cis-Heteronormativität und Klassismus.

Wir sind viele – jede_r einzelne von uns! Und uns verbindet die Erfahrung von Diskriminierung. Deswegen bieten wir auch horizontale Empowermentworkshops an für Menschen mit intersektionalen und/oder unterschiedlichen Erfahrungen von Diskriminierungen.

Empowerment ist für uns ein Prozess. Je nach Bedürfnis, Erfahrung, Forderung oder Kontext kann dieser Prozess für jede_n Menschen und jede Gruppe unterschiedliche Inhalte haben.

Expressive Arts in Transition (EXIT) als Ansatz hat den Fokus auf die Stabilisierung von Menschen, die unter Stress leben und/oder Traumata überlebt haben. Im zweitägigen Online-Workshop werden verschiedene Elemente aus dem EXIT-Programm (z.B. Körperübungen, künstlerische Elemente, Psychoedukation, Selbstfürsorge) erprobt und theoretisch unterfüttert. Gleichzeitig gibt es Raum, zu überlegen, wie diese Ansätze konzeptionell in die eigene Alltagspraxis übertragen werden können, insbesondere für die Weiterentwicklung von Empowerment- oder Stärkungsangeboten.
Fast immer sind Menschen in Gruppen oder Teams divers und unterschiedlich positioniert. Wir bieten Workshops oder Reflektionsräume an, in denen es um diese Unterschiedlichkeit geht. Je nach Gruppe und Prozess können Themen sein: Raum zur Reflektion schaffen, Zuhören, Haltung entwickeln, Umgang in konkreten Sprechsituationen oder Konflikten, konkrete Allianzen und Bündnispartner_schaften und vieles mehr.
Pädagogik
Diskriminierung ist eine alltägliche Erfahrung für viele Jugendliche. Gleichzeitig gibt es kaum Räume, in denen sie das Erlebte zur Sprache bringen können. In dem Workshop berichten wir über unsere Projekterfahrungen zum pädagogischen Umgang mit Diskriminierungserfahrungen. Wir zeigen nicht nur was wir tun und warum wir es tun, sondern auch woran wir gescheitert sind – Fragen und Hürden, die sich bei der pädagogischen Bearbeitung von Diskriminierung ergeben.

In der ehrenamtlichen Arbeit mit Geflüchteten begegnen sich Welten. Was oft gerade den Reiz an dieser Arbeit ausmacht, kann immer wieder auch belastend sein – für beide Seiten. Ist eine Begegnung auf Augenhöhe möglich, wenn die Lebenssituation kaum unterschiedlicher sein kann? Wenn die eine Seite Hilfe anbieten kann und die andere Seite darauf angewiesen ist? Können unsere Angebote oder Ratschläge auch abgelehnt werden?

In dem Workshop wollen wir den Raum öffnen, die eigene Position in der Begegnung, sowie die eigenen Bilder über „die Anderen“ zu reflektieren. Damit wollen wir zum einen einen Beitrag leisten, Enttäuschungen und Überlastungen vorzubeugen. Zum anderen soll der Workshop auch helfen, uns gegenseitig zu stärken und unsere Arbeit nach außen zu vertreten. Denn wie sich die Stimmung gegenüber Geflüchteten in der Stadt entwickeln wird, wird auch davon abhängen, wie die, die nahe mit den Geflüchteten im Kontakt sind, ihre Erfahrungen weitergeben. Wir haben dazu ein kurzes Erklärvideo erarbeitet, das in dem Workshop eingesetzt wird (www.rassismuskritik-bw.de/erklaervideo).

Arbeitsmarkt
Frauen, die ein Kopftuch tragen, erleben große Barrieren beim Zugang auf dem Arbeitsmarkt. Anhand dieses Themas kann exemplarisch aufgezeigt werden, wie Diskriminierung wirksam wird, ohne dass jemand bewusst ausgrenzen will. Wir haben zu diesem Thema kurze Videos produziert, mit denen wir in Fortbildungen arbeiten. Dort kommen sowohl betroffene Frauen zu Wort als auch Personalverantwortliche und Arbeitsvermittler_innen.
Ein möglicher Fokus der Veranstaltung kann auch sein, wie eine angemessene fachliche Begleitung der Frauen aussehen kann.

Leichte Sprache wird immer wichtiger für Institutionen der öffentlichen Verwaltung, für Bildungseinrichtungen aber auch in der Sozialen Arbeit. Leichte und verständliche Texte und Beratung ermöglichen ein Mehr an Verständigung, Teilhabe und Chancengerechtigkeit. Das Fortbildungsangebot hilft, den eigenen Sprachgebrauch zu reflektieren und unterstützt mit einfachen Regeln und kleinen Übungen den Transfer in die Praxis.

Die Betriebs- und Personalrät_innen sind in den Betrieben und Verwaltungen zentrale Akteur_innen mit wichtigen Funktionen bei relevanten Personalangelegenheiten, sowohl in der Personalauswahl, als auch im betrieblichen Alltag. Antidiskriminierungsthemen sind somit zentrale Themen der Personal- und Betriebsratsarbeit. Die betriebliche Antidiskriminierungsarbeit erfordert spezielles Know-how über die Funktion, Formen und Wirkung von Diskriminierung, über die rechtlichen Möglichkeiten für den betrieblichen und gewerkschaftlichen Diskriminierungsschutz bis hin zu der inner- und außerbetrieblichen Beratung von Menschen die von Diskriminierung betroffen sind. Das Seminar unterstützt Personal- und Betriebsrät_innen, sowie Ansprechpersonen und Beauftragte für Antidiskriminierung in den Betrieben und Verwaltungen bei der Umsetzung von betrieblicher Antidiskriminierungsarbeit.

Weitere Informationen im PDF Bildungsprogramm 2020

Das Training unterstützt die Mitarbeiter_innen aus den Bereichen Beratung und Vermittlung ihre Handlungsmöglichkeiten zu erweitern und ihre Rolle in der migrationsbezogenen Beratung zu reflektieren. Die Teilnehmer_innen erarbeiten praxisnahe Strategien und erweitern ihre diversitätsbewusste Beratungskompetenz. Die Themen sind u.a.: Migration, Mehrfachzugehörigkeit, Diskriminierung und Leichte Sprache. Ausgehend von konkreten Praxisbeispielen aus dem Arbeitsalltag werden die Themen mit einer Mischung von theoretischen Inputs, Fallbeispielen und Übungen erarbeitet.
Dieses Training wird als zweitägiges Modul angeboten und ist Teil der BA-eigenen Weiterbildung „In Führung gehen“, die mehrmals pro Jahr für Teamleiter_innen der Rechtskreise SGB II und SGB III stattfindet.

Angeregt durch Übungen, Möglichkeiten der Reflektion von Haltung und Rolle als Führungskraft und theoretischen Inputs erarbeiten die Teilnehmer_innen praxisnahe Ansätze und Strategien für Leitungshandeln unter Diversitätsaspekten wie z.B. Migration/Ethnizität. Inhalte sind u.a. Umgang mit den Themen Kultur, Mehrfachzugehörigkeit, Migration, Diskriminierung; Eigene Rolle und Vorbild als Führungskraft; Herausforderungen der Interkultureller Öffnung und Leichte Sprache.

Weitere Angebote zu arbeitsmarktbezogenen Fortbildungen finden Sie auch in der klever-iq-Broschüre „Qualifizierungsangebote für Mitarbeitende von Jobcentern und Agenturen für Arbeit in Baden-Württemberg“

Supervision

Supervision ist ein zentrales Beratungsformat für die berufliche Arbeit. Sie kann von Einzelnen, Teams oder Gruppen genutzt werden, um das berufliche Handeln systematisch zu reflektieren.

Eine wichtige Perspektive in der supervisorischen Analyse- und Reflexionsarbeit ist die Berücksichtigung von Machtverhältnissen und Diskriminierungssituationen. Um dieses Profil zu schärfen, haben sich unter dem Dach von adis e.V. und in Kooperation mit dem Netzwerk Rassismuskritische Migrationspädagogik kritische Supervisor*innen zu der Plattform „Supervision macht kritisch“ zusammengeschlossen.

Das Selbstverständnis machtkritischer Supervision finden Sie auf der Website Supervision macht kritisch: Zum Selbstverständnis

www.supervision-macht-kritisch.de

Supervision

Supervision ist ein zentrales Beratungsformat für die berufliche Arbeit. Sie kann von Einzelnen, Teams oder Gruppen genutzt werden, um das berufliche Handeln systematisch zu reflektieren.

Eine wichtige Perspektive in der supervisorischen Analyse- und Reflexionsarbeit ist die Berücksichtigung von Machtverhältnissen und Diskriminierungssituationen. Um dieses Profil zu schärfen, haben sich unter dem Dach von adis e.V. und in Kooperation mit dem Netzwerk Rassismuskritische Migrationspädagogik kritische Supervisor*innen zu der Plattform „Supervision macht kritisch“ zusammengeschlossen.

Das Selbstverständnis machtkritischer Supervision finden Sie auf der Website Supervision macht kritisch: Zum Selbstverständnis

www.supervision-macht-kritisch.de

Organisationsberatung zur diskriminierungs­kritischen Öffnung

Mitarbeiter_innen brauchen interne Strukturen, die eine professionelle Arbeit ermöglichen. Qualifizierungsmaßnahmen alleine reichen dafür nicht aus. Auch Adressat_innen und Kund_innen sind darauf angewiesen, dass Institutionen ihre Strukturen und Prozesse diskriminierungskritisch gestalten.

Mit unserem Bratungsangebot unterstützen wir Institutionen, die mit sich auf den Weg machen zu einer diskriminierungskritischen Öffnung.

In unserer Organisationsberatung

… begreifen wir Institutionen als lernende Organisationen, die sich auf einen gemeinsamen Lernprozess einlassen
… arbeiten wir im Auftrag und in enger Kooperation mit der Leitungsebene
… beziehen wir alle Beteiligten ein
… arbeiten wir mit Schlüsselpersonen der Institution
… überschreiten wir die Grenzen der Institution und beziehen – wo möglich – das Gemeinwesen ein
… identifizieren wir Zugangsbarrieren und diskriminierende Strukturen
… orientieren wir uns an dem Ziel, die Institution nicht nur bunter, sondern vor allem gerechter zu machen
… geht es immer auch darum, neben der Verbesserung der Abläufe in der Institution auch die Erweiterung der Handlungsspielräume der Klient_innen / Adressat_innen im Blick zu haben.

Wir arbeiten im Bereich Organisationsberatung u.a. mit
  • Bildungsinstitutionen wie Schulen, Kitas und Träger*innen politischer Bildung
  • Institutionen der Sozialen Arbeit mit Schwerpunkt auf Jugendsozialarbeit
  • Institutionen der Kulturarbeit wie Theater, soziokulturelle Zentren, Museen
  • Institutionen der Arbeitsmarktintegration wie Jobcentern und Agenturen für Arbeit
  • Institutionen der (kommunalen) Verwaltung
  • Kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)
  • Verbänden und Netzwerken
  • Empowermentgruppen, Migrant_innenorganisationen, Selbsthilfeinitiativen
Das Spektrum reicht dabei von der Begleitung kleinerer Impulse institutioneller Veränderung bis zu größeren Organisations­entwicklungs­prozessen.

Konkrete Ansatzpunkte können sein:

  • Professioneller Umgang mit Diskriminierung innerhalb der Einrichtung
  • Abbau von Zugangsbarrieren
  • Aufbau von Sprachmittlungsstrukturen und -kompetenzen oder Einführung Leichter Sprache
  • Entwicklung einer Beschwerdekultur und -struktur
  • Einführung eines Leitsystems oder Aufbau einer Datenbank
  • Diskriminierungskritische Teamentwicklung

In einem kollektiven Lernraum entwickeln adis-Kolleg_innen aus den Feldern Antidiskriminierungsberatung, Empowermentarbeit und Praxisentwicklung in zehn internen Klausurtagen ein gemeinsames Verständnis und konkrete Arbeitsansätze für eine Diskriminierungskritische Organisationsberatung.

Für Organisationsberatungen im Feld Arbeitsmarkt siehe auch die klever-iq-Broschüre „Qualifizierungsangebote für Mitarbeitende von Jobcentern und Agenturen für Arbeit in Baden-Württemberg“

Für Organisationsberatungen im Feld Pädagogik siehe auch „4. Entwicklungsfelder der diskriminierungskritischen Schule“; in: Praxisbuch Diskriminierungskritische Schule, S. 195 ff .

Ein Angebot, das Elemente von Qualifizierung und Organisationsberatung verbindet, ist das Coaching- und Seminarangebot „Interkulturelle Öffnung 4.0 – Strategien zur diskriminierungskritischen Öffnung der Agenturen für Arbeit (AA) und Jobcenter (gE) in Baden-Württemberg“

Fachberatung

Für Fachkräfte, Teams und Institutionen bieten wir Fachberatung zu allen Zielgruppen und Themen an, die in den Bereichen Fortbildung, Weiterbildung und Organisationsberatung benannt sind.

Das Angebotsspektrum reicht von Einzelcoaching von Fachkräften über Begleitung von Teams oder Projektgruppen bis hin zur Unterstützung von Einrichtungen bei der fachlichen Neuausrichtung.

Auch für Empowermentgruppen bieten wir Beratung an. Aus eigener Erfahrung wissen wir um die Schwierigkeiten und herausfordernden Momente in der Organisation von Empowermentgruppen und -angeboten.

Wir geben gerne unsere Erfahrung und unser Wissen zur Gründung von Gruppen, zur Durchführung, zur Frage nach Leitung und Moderation, zu Fragen der Gruppendynamik, zu Methoden und Theorien, zu Umgang mit Heterogenität in der Gruppe, Umgang mit Konflikten, etc. weiter.

Für manche Zielgruppen haben wir auch im Rahmen unserer Projektarbeit einen Auftrag. Kommen Sie diesbezüglich gerne auf uns zu.

Fachberatung

Für Fachkräfte, Teams und Institutionen bieten wir Fachberatung zu allen Zielgruppen und Themen an, die in den Bereichen Fortbildung, Weiterbildung und Organisationsberatung benannt sind.

Das Angebotsspektrum reicht von Einzelcoaching von Fachkräften über Begleitung von Teams oder Projektgruppen bis hin zur Unterstützung von Einrichtungen bei der fachlichen Neuausrichtung.

Auch für Empowermentgruppen bieten wir Beratung an. Aus eigener Erfahrung wissen wir um die Schwierigkeiten und herausfordernden Momente in der Organisation von Empowermentgruppen und -angeboten.

Wir geben gerne unsere Erfahrung und unser Wissen zur Gründung von Gruppen, zur Durchführung, zur Frage nach Leitung und Moderation, zu Fragen der Gruppendynamik, zu Methoden und Theorien, zu Umgang mit Heterogenität in der Gruppe, Umgang mit Konflikten, etc. weiter.

Für manche Zielgruppen haben wir auch im Rahmen unserer Projektarbeit einen Auftrag. Kommen Sie diesbezüglich gerne auf uns zu.