Über uns

Wer wir sind
– was wir tun

Wer wir sind – was wir tun

adis e.V.
… ist Träger der professionellen Antidiskriminierungsarbeit in der Region Reutlingen/ Tübingen und Fachstelle zum Thema Diskriminierung in Baden-Württemberg.

Wir …
… bieten Einzelfallberatung für alle Menschen, die direkt oder indirekt von Diskriminierung betroffen sind – in unserer Beratungsstelle und online.

… beraten Geflüchtete und Drittstaatenangehörige bei Arbeitsausbeutung in unseren Büros in Stuttgart und Karlsruhe.

… bieten Räume, Unterstützung und Ressourcen für Menschen mit Diskriminierungserfahrungen, um sich selbst und mit anderen zu stärken (Empowerment).

… entwickeln neue Praxiskonzepte in den Bereichen Empowerment, Schule und (Jugend-)Sozialarbeit

… organisieren Bildungsangebote im Bereich Antidiskriminierung. Dazu gehören Fort- und Weiterbildungen, Workshops, Fachtagungen, Projekte.

… qualifizieren Arbeitsmarktakteur*innen im Land im Bereich diversitätsbewusste und diskriminierungskritische Beratung und Öffnung.

… mischen uns ein: durch Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit, durch die Vernetzung unterschiedlicher Akteur*innen und durch lokales und landesweites politisches Handeln.

adis e.V. koordiniert die Landesarbeitsgemeinschaft Antidiskriminierungsberatung und ist Träger des Netzwerk Rassismuskritische Migrationspädagogik.

Weitere Informationen

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Imagebroschüre

Jahresbericht 2018

Kurzbericht 2019 

Geschichte

Geschichte

Gründung
Im Jahr 2010 reichte ein junger Schwarzer Mann aus Reutlingen Klage ein. Ihm war wiederholt der Eintritt in eine Reutlinger Diskothek verwehrt worden. In zweiter Instanz wurde ihm vom Oberlandesgericht Stuttgart auf der Grundlage des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz (AGG) Recht gegeben und Schadensersatz zugesprochen. Er konnte sein Recht nur durchsetzen, weil er Unterstützung einer Berliner Beratungsstelle erhielt. In Reutlingen und Umgebung, wie in den meisten Städten Baden-Württembergs, fehlte hingegen eine solche Unterstützungsstruktur.

2012: Runder Tisch Antidiskriminierung
Um dies zu ändern, gründete sich im Frühjahr 2012 aus einem breiten Spektrum an Trägern, Initiativen, und Einzelpersonen der „Runde Tisch Antidiskriminierung“. Gründungsziel des Runden Tisches war es, in Reutlingen eine Anlaufstelle aufzubauen, in der Menschen mit Diskriminierungserfahrungen professionelle Beratung und Unterstützung erhalten. Außerdem wollte der Runde Tisch daran mitwirken, die Alltäglichkeit von Diskriminierung in der Öffentlichkeit zu thematisieren. Im Dezember 2012 ging der Runde Tisch mit dem Fachtag „Antidiskriminierung zum Thema machen“ erstmals in die Öffentlichkeit. 2014 folgte die Gründung eines Runden Tisches in Tübingen.

2014: Gründung des Vereins „Netzwerk Antidiskriminierung e.V.“
Ende 2014 schlossen sich der Runde Tisch Tübingen und der Runde Tisch Reutlingen zum Verein „Netzwerk Antidiskriminierung e.V.“ – Region Reutlingen/Tübingen zusammen. Der Verein bietet seit 2015 in der Region eine qualifizierte Antidiskriminierungsberatung sowie verschiedene Empowermentangebote an. Mit dem Aufbau eines breiten Netzwerkes-, sowie mit zahlreichen Veranstaltungen und Fortbildungen konnten wir Diskriminierung in der Region Reutlingen und Tübingen zum Thema machen.

Kooperation mit der BruderhausDiakonie Reutlingen
Bereits seit 2008 haben unter dem Dach des Fachdienst Jugend Bildung Migration (FJBM) der BruderhausDiakonie Reutlingen verschiedene rassismus- und diskriminierungskritische Projekte gestartet. Seit 2013 war auch das Projekt klever-iq dort angedockt. Weder der Runde Tisch noch der neu gegründete Verein hatten zu diesem Zeitpunkt eine eigene Verwaltungsstruktur. Die ersten von Land und Bund geförderten Projekte zum Aufbau einer Antidiskriminierungsarbeit haben wir daher unter dem Dach der BruderhausDiakonie durchgeführt. Erst im April 2017 hat der Verein eigenes hauptamtliches Personal angestellt. Die Räume teilten wir uns hierfür mit dem Bereich Praxisentwicklung der BruderhausDiakonie in der Fürststraße in Tübingen.

2018: Umbenennung in adis e.V.
Im Januar 2018 hat der Verein die Projekte sowie die Büroräume des Bereichs Praxisentwicklung der BruderhausDiakonie übernommen. Damit waren wir auf einmal 13 hauptamtliche Kolleg*innen.

Wir mieteten neben dem Büro in der Fürststraße, ein barrierefreies Büro in der Aixer Straße (Französischen Viertel) an, wo seither die Beratungsstelle und die Empowertmentarbeit angesiedelt sind.

Mit dieser Entwicklung passte der Vereinsname bereits nach vier Jahren nicht mehr. Mit dem neuen Namen „adis e.V. – Antidiskriminierung · Empowerment · Praxisentwicklung“ wollten wir die neu entstandene Struktur sichtbar machen.

Landesweite Fachstelle
Durch die neuen Projekte hat der ursprünglich zum Aufbau der regionalen Antidiskriminierungsarbeit gegründete Verein immer mehr auch landes- und bundesweite Aufgaben übernommen. Sichtbar wird dies über überregionale Tagungen, Fort- und Weiterbildungen und Publikationen, aber auch in der Koordination der LAG Antidiskriminierungsberatung und der Kooperation mit dem Netzwerk Rassismuskritische Migrationspädagogik.

Mit dem Aufbau der Online-Beratung bietet adis e.V. Antidiskriminierungsberatung in den Regionen an, in denen keine regionale Beratungsstelle vorhanden ist.

Seit 2018 bietet adis e.V. zudem eine landesweite Beratung für Geflüchtete und Drittstaatenangehörige an, die Arbeitsausbeutung erleben. Dafür haben wir unter dem Namen „Mit Recht bei der Arbeit“ (mira) zwei „Außenstellen“ im DGB-Haus in Stuttgart und seit 2019 im Internationalen Begegnungszentrum (ibz) in Karlsruhe.