Ein Jahr nach Hanau… Say Their Names!

Online-Gedenkveranstaltung zu den rassistischen Morden in Hanau

Montag, 22. Februar 2021, 20 Uhr

Link: https://www.youtube.com/watch?v=gEQvMlGEgS4&feature=youtu.be

Am 19.02.2020 wurden bei einem rassistisch motivierten Anschlag in Hanau neun Menschen ermordet, es gab Verletzte, viele wurden traumatisiert.

Gökhan Gültekin
Sedat Gürbüz
Said Nesar Hashemi
Mercedes Kierpacz
Hamza Kurtović
Vili Viorel Păun
Fatih Saraçoğlu
Ferhat Unvar
Kaloyan Velkov

… mussten sterben, weil der Täter sie als „Migrant*innen“ wahrgenommen hatte.

Auch in Tübingen gedenken wir mit dieser Veranstaltung den Ermordeten und den beim Anschlag Verletzen, den Überlebenden. Den Angehörigen, ihren Familien und Freund*innen, die an diesem Tag einen geliebten Menschen verloren haben, gilt unser Mitgefühl.

Wir sind traurig, wir sind wütend.

Die Angehörigen und ihre Initiative 19. Februar in Hanau fordern eine angemessene Erinnerung, lückenlose Aufklärung und politische Konsequenzen für diese rassistische Tat. Denn es handelt sich nicht um eine Einzeltat, dieser rassistische Anschlag reiht sich ein in rechte Gewalttaten wie den NSU Morden und dem Anschlag von Halle.

Die Veranstaltung hat das Ziel, dass die Namen der Ermordeten nicht in Vergessenheit geraten. Wer waren sie? Warum mussten sie sterben?
Gleichzeitig sollen politische Konsequenzen eingefordert werden. Was können wir als Gesamtgesellschaft tun, damit Hanau – wie die Initiative 19. Februar fordert – „nicht eine Station von vielen ist, sondern die Endstation.“

Die Künstlerin und Aktivistin Ülkü Süngün aus Stuttgart und Andreas Foitzik von adis e.V. Tübingen sprechen mit Verena Lehmann, der Mitbegründerin von Sinti-Roma-Pride aus Hanau, dem Journalisten und Autor Sebastian Friedrich aus Hamburg und dem politischen Aktivisten Ahmed Arafa aus Tübingen.

Eine Veranstaltung des Projektes Amplifying Voices von adis e.V., Tübingen
in Kooperation mit dem Soziokulturellen Zentrum franz.K Reutlingen

Weitere Hinweise zum Jahrestag:

Wir klagen an und klären auf! Wir fordern politische Konsequenzen!
Am 14. Februar 2021 legen die Angehörigen, Überlebenden und die Initiative 19. Februar die Ergebnisse ihrer Recherche offen und zeichnen die Kette des Versagens nach.
Mit einem Vorwort von Esther Bejarano, Vorsitzende des Internationalen Auschwitz-Komitees.

Gedenkkundgebung in Tübingen: Hanau war kein Einzelfall!
Freitag 19.2. 18 Uhr, Marktplatz Tübingen
Am Freitag, 19.02. jähren sich die rassistischen Morde in Hanau zum ersten Mal. In Tübingen wollen wir deshalb in Form einer Kundgebung gemeinsam gedenken und laden alle ein sich zu beteiligen.
Veranstalter*innen: Offenen Treffen gegen Faschismus und Rassismus (OTFR), Migrantifa Tübingen, Black Visions & Voices und Women Defend Rojava
https://otfr.noblogs.org/

Radiofeature „Der letzte Tag“
Unser Podiumsgast Sebastian Friedrich hat mit Angehörigen und Überlebenden den Tag des Anschlags rekonstruiert
https://www.ardaudiothek.de/dok-5-das-feature/der-letzte-tag-das-rassistische-attentat-von-hanau-eindrueckliche-doku/86048864

Wir bitten um Spenden für die Initiative 19. Februar. Mehr Informationen: https://19feb-hanau.org/spenden/

Die Initiative der Angehörigen und Überlebenden hat am Heumarkt – einem der Tatorte – einen Ort der Begegnung und des Vertrauens geschaffen. Um unabhängig zu bleiben, wollen sie die Miete über Spenden finanzieren.