Fachtag: “Ausgeschlossen!?” von der Bedeutung dss Kopftuchs auf dem Arbeitsmarkt (Rückblick)

adis-Fachtag: „Ausgeschlossen!? Von der Bedeutung des Kopftuchs auf dem Arbeitsmarkt“ – Strategien gegen Diskriminierung auf lokaler Ebene

Am Mittwoch, den 17. Juli hat unser Projekt klever-iq zusammen mit dem Städtetag den Migrantinnenorganisationen WoW e.V und coexist e.v. und dem IQ Netzwerk Baden-Württemberg zu einem Fachtag in den Hospitalhof Stuttgart geladen.

Frauen mit Kopftuch sind auf dem Arbeitsmarkt mit am stärksten von Diskriminierung betroffen. Das Projekt klever-iq hat dieses Thema daher zum Jahresthema gemacht und bereits über 20 Schulungen in Jobcentern und Agenturen für Arbeit dazu durchgeführt.

Mit dem sollten nun kommunale und lokale Akteure eingeladen werden, um gemeinsam Praxisideen zu entwickeln, wie vor Ort mit konkreten Projekten die Situation von Frauen mit Kopftuch auf dem Arbeitsmarkt positiv beeinflusst werden kann.

Das Interesse war überwältigend. Wir hatten mit 50 Teilnehmenden gerechnet, es kamen 120: kommunale Integrationsbeauftragte, Migrant*innen-Organisationen, Berater*innen der Agenturen und Jobcenter, sowie Kolleg*innen der Beratungsstellen gegen Diskriminierungs.

Nach Vorträgen von Gabriele Boos-Niazy vom Aktionsbündnis muslimischer Frauen in Deutschland e.V. und Prof. Dr. Albert Scherr von der Pädagogischen Hochschule Freiburg, wurde in fünf Gruppen Ideen entwickelt zu neuen Veranstaltungsformaten, Maßnahmen der Personalentwicklung und Empowermentangeboten. Eine weitere Gruppe stellte die Frage wie bestehende Angebote genutzt werden können. In der fünften Gruppe ging es um eine Weiterentwicklung einer Perspektive auf Integration in Richtung einer Perspektive auf Diskriminierung. Nicht das Kopftuch ist das Problem, sondern die bestehende Diskriminierung au dem Arbeitsmarkt.

Kommunen oder kommunale Netzwerke, die im Anschluss an den Fachtag kleine Praxisprojekte vor Ort durchführen wollen, können dafür vom Projekt klever-iq und den kooperierenden Migrant*innen-Organisationen fachlich unterstützt werden.