Ausgeschlossen? – Von der Bedeutung des Kopftuchs auf dem Arbeitsmarkt

Trainings von klever-iq in Jobcentern und Agenturen für Arbeit

Frauen, die sich entscheiden, ein Kopftuch zu tragen, ist der Zugang zum Arbeitsmarkt in vielen Branchen kaum möglich.

Laut der Veröffentlichung der Antidiskriminierungsstelle des Bundes „Diskriminierungsrisiken von muslimischen Frauen mit Kopftuch auf dem deutschen Arbeitsmarkt“ berichten Frauen mit Kopftuch auch, dass ihnen von Sachbearbeiter_innen der Bundesagentur für Arbeit mehr oder weniger deutlich geraten werde, das Kopftuch abzulegen, um bei der Stellensuche erfolgreich zu sein.

Das Projekt klever-iq hat bereits 2016 begonnen, sich intensiv mit dem Thema zu beschäftigen. In den für den Einsatz in Fortbildungen im Bereich Arbeitsvermittlung erstellten Filmen von Hanna Smitmans und Karin Burth kommen neben den Frauen selbst auch Akteur_innen und Akteure zu Wort, die sich an der Entwicklung einer nichtdiskriminierenden Personalauswahl und Arbeitsvermittlung beteiligen (Die Videos sowie eine Broschüre mit Hintergrundtexten können kostenfrei bestellt werden unter info@adis-ev.de. Zur PDF der Broschüre einfach auf das Bild klicken.)

Nun hat klever-iq dazu auch ein Fortbildungsangebot für Vermittler_innen in Jobcenter und Agenturen für Arbeit erstellt, das stark nachgefragt wird. Über zehn Fortbildungen werden in den nächsten Monaten stattfinden.

Für Mitarbeitende von Agentur und Jobcenter steht dabei die Frage im Mittelpunkt, was ihre Aufgabe ist, um Frauen, die ein Kopftuch tragen, gut beraten und vermitteln zu können. Wie kann eine Beratung aussehen, in der die Frauen nicht als „Frauen mit Kopftuch“ gesehen werden, sondern als Person mit fachlichen Kompetenzen? Wie kann die Beratung die Frauen unterstützen, einen Weg zu finden, mit der erlebten Diskriminierung umzugehen? Wie kann die Vermittlung so gestaltet werden, dass Diskriminierung abgebaut wird?