Interview und Rückblick: Zweiter African Youth Workshop und Diskussion

Im Vorfeld des Workshops hat Josephine Jackson dem freien Radio Wüste Welle ein Interview zum Thema gegeben:

Link zum Interview

Rückblick: Zweiter African Youth Workshop und Diskussion

Am 13.10.18 fand der zweite sehr gut besuchte African Youth Workshop and Discussion im Club Voltaire statt. Die Veranstaltung war eine Kooperation von Bayo Sora e.V., adis e.V. und der selbstorganisierten Gruppe Black Visions and Voices Tübingen. Der Workshop wurde unterstützt von der Universitätsstadt Tübingen. Ziel der Veranstaltung war es, jungen afrikanischen Geflüchteten und anderen Menschen afrikanischen Ursprungs einen empowerment-orientierten Raum, welcher offen für alle ist, anzubieten.

Schwerpunkt des Workshops war die Situation Menschen afrikanischen Ursprungs in Tübingen. Nach einer Begrüßung durch eine Trommelgruppe von Bayo Sora e.V. wurden unterschiedliche Perspektiven aus der Schwarzen Community in Tübingen diskutiert. Verschiedene Generationen von Migrant*innen aus dem Senegal, Gambia und Ägypten debattierten über die Herausforderungen, die ihnen in Deutschland begegnen. Es wurden unterschiedliche Analysen und Handlungsstrategien gegen Rassismus ausgetauscht und ein Einblick in sehr diverse Erfahrungswelten gegeben. In der kontroversen Diskussion über die Herausforderungen in Deutschland, Auseinandersetzungen zu den Themen Integration und Assimilation, Alltagsrassismus, postkolonialen und dekolonialen Perspektiven hatte es Platz für Ehrfahrungswerte aus akademischer Sicht sowie aus lebenspraktischen Perspektiven. Die Podiumsdiskussion hat Raum für Austausch von langjährig in Tübingen lebenden und neu hier lebenden Afrikaner*innen geboten.

Es war möglich in der Unterschiedlichkeit Gemeinsamkeiten zu erkennen und Strategien gegen Rassismus zu entwickeln. Während der Unterhaltung wurde an Erfahrungen anderer angeknüpft und rassistische Ausschlüsse sichtbar gemacht, ohne darin alleine zu bleiben.

Nach zwei Stunden lebhafter Diskussion und dem Konsens, dass es weiterhin Räume braucht um sich auszutauschen, wurde gemeinsam gefeiert. Trotz der Ernsthaftigkeit des Themas ist es uns gelungen hinterher gemeinsam zu Trommeln, zu tanzen und den Abend bei einladender Atmosphäre bei Essen und Livemusik ausklingen zu lassen.